Kommt alles gut am 12. Juli? Bin ich wirklich gut vorbereitet? Das Trainingstagebuch lässt darauf schliessen. Keine Lücken. Viele gute Einheiten. Lange und auch harte. Doch die Unsicherheit bleibt.
Hätte man nicht da und dort noch etwas machen müssen? Hat das wirklich gereicht? Genug Rad gefahren? Habe ich genug gebissen? Nach oder eher während einem langen Lauf wird mir jeweils bewusst, dass ich jetzt am Wettkampf bereits 3.8 km geschwommen und 180 km Rad gefahren wäre... und somit bereits sicher nicht mehr ganz so locker unterwegs sein kann... WIE soll das gehen?
Eine lange Vorbereitungszeit liegt nun bald hinter mir. Viele Stunden auf dem Rad, in den Laufschuhen oder im Pool. Wäre die Aufgabe nicht Ironman, ich würde mir definitiv keine Sorgen machen! So aber sind viele Fragen offen. Wie läuft das Schwimmen? Komme ich schnell in meinen Rhythmus und werde ich nicht ewig in Schlägereien verwickelt sein? Schaffe ich die Distanz in nützlicher Frist? Sind die Beine gut auf dem Rad? Klappt es mit der Ernährung? Was mache ich mit Rückenschmerzen? Wie wirken sich 180 km auf den abschliessenden Marathon aus?
Auf jede Frage gibt es eine Antwort: JA, es wird schon irgendwie gut kommen. Mach dich auf Probleme gefasst. Doch finde auf jedes Problem eine Lösung. Ich versuche gerade positives Denken anzuwenden.
Ich bin vorbereitet. Gut vorbereitet. Das muss ich mir immer wieder in Erinnerung rufen. Hoffe auf gutes Wetter, nicht zu heiss, aber kein Regen und nicht unter 18 Grad! :-) Ja, das sind noch Wünsche...
Natürlich zähle ich auch auf lautstarke Anfeuerungsrufe von "meinen" Leuten am Strassenrand! Das pusht und motiviert.
Trotz all der Vorbereitung: Eines bleibt gewiss - es wird ein langer Tag werden. Ich hoffe auf einen starken Tag.
Sandro
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